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Winterweddingwonderland

Die Schweiz ist ein wunderschönes Land mit beeindruckender Natur, und das rund um’s Jahr. Unsere Frühlinge sind bezaubernd (wenn auch öfter etwas nass), im Sommer locken laue Abende die Menschen nach draussen, das bunte Herbstlaub verzaubert unsere Herbsttage und im Winter locken glitzernder Schnee und heimelige Abende im Kreis der Familie. Ich liebe es, in einem Land zu leben, in dem man alle vier Jahreszeiten spüren kann.

Und obwohl der Winter die Zeit der Feste und Feiertage und die Saison der schneebedeckten Berge und Skiferien ist, ist er ein regelrechtes Stiefkind der Hochzeitsbranche. Ja, auch im Winter wird geheiratet, aber spürbar weniger als im Sommer. Dabei hat es viele Vorteile, sich nicht in der sommerlichen Hochsaison das Jawort zu geben.

Wer nicht gern schwitzt, der ist auf jeden Fall gut beraten, seine Hochzeit im Winter zu feiern. Die Suche nach einer geeigneten Location wird ebenfalls einfacher, weil einerseits viele Daten im Winter frei sind und andererseits die mühsame Suche nach einer Schlechtwetteroption wegfällt – man plant nämlich lieber gleich von Anfang an mit Nässe und Kälte. Das ist aber nicht negativ, ganz im Gegenteil. Der Fokus liegt so ganz auf dem «Drinnen», wo man es sich umso bequemer machen kann. Felle, Kerzen, warme Getränke, vielleicht ein flackerndes Kaminfeuer – es gibt fast nichts Schöneres, als im Winter irgendwo anzukommen, wo es warm und gemütlich ist. Apropos gemütlich: Viele Restaurants und Hotels sind gerade im Advent und zur Weihnachtszeit so schön geschmückt, dass eine aufwändige Dekoration fast überflüssig wird. Ausserdem sehen weisse Brautkleider vor schneebedecktem Hintergrund einfach zauberhaft aus.

Ich liebe Winterhochzeiten. Sie sind eine wunderbare Abwechslung zu den Feiern an warmen Tagen, fordern meine Kreativität und erlauben mir einen anderen Blickwinkel. Ganz vielen meiner Dienstleister-Kolleginnen und Kollegen geht es ähnlich. Wir können einfach nicht nachvollziehen, dass Hochzeiten im Schweizer Winter nicht beliebter sind. Die Skipisten sind ja schliesslich auch voll, also muss es genügend Leute geben, die die kalte Jahreszeit lieben. Fasziniert – und ein bisschen neidisch – verfolge ich die Instagram-Stories anderer Dienstleister, die im Winter im Einsatz sein dürfen. Und bin dann irgendwie doch froh, darf ich zuhause bleiben, einen Samstag eingekuschelt auf dem Sofa verbringen und mich mit einer Tasse Tee in der Hand auf den Frühling freuen.

Alles Liebe, Simone Gori 
Co-Chefredaktorin, Creative Director Swiss Wedding

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